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Key Accountler im Buchhandel

Da kam er, der Keyaccountler eines Special Interest Verlages: eine seltsame Begegnung. Er, gelernt im Buchhandel, seit vielen Jahren in Verlagen tätig und vertrat die Meinung, dass es bei kleineren Buchhandlungen sich eigentlich nicht lohne, ein Vertreterteam sowieso nicht, man könne das alles eigentlich auch per Telefontermin erledigen.Sprich Beratung seitens des Verlags am Telefon, der Kunde, sprich ich, bestelle dann so.

Auf die Frage, wie dies bei einem "ein -Frau-Betrieb- funktionieren solle, meinte er, dann könne ja der/die Buchhändlerin das Telefon zur Seite legen und erstmal bedienen, wenn dann ein Kunde da sei. 

Auf die Frage, daß ein Gespräch und die Beratung eines Kunden nicht absehbar sei und vielleicht auch Kunden anrufen würden und die Beratung vielleicht ein wenig länger dauern würde, beantwortete er nicht mehr.

Den Verlag, den dieser Key-Accountler vertritt hat viele Bücher, die man sich durch Maquetten auch erstmal ansehen möchte, entsprechen sie den Vorstellungen, die ich von meinen Kunden habe, sprich wollen meine Kunden diese Bücher? Sind sie geschmackvoll gemacht, entspricht das Papier, die Fotos den Vorstellungen. Sprich ich will mir für meine Kunden eine visuelle Vorschau bereiten.

Auf die Frage ob das denn nun per Telefon so ginge, wurde er ein bißchen stiller: ich möchte keinen Telefonverkauf. Das geht bei Reiseführern, wenn man die Marke kennt, das geht bei Landkarten, wenn man die Marke kennt, das geht bei Non-Books, wenn man die Marke kennt, aber nicht bei Belletristik, bei Kunst, bei Special Interest, bei vielen Verlagen, das funktioniert nicht. Da brauche ich den Menschen, der meine Buchhandlung kennt, der meine Einkaufsgewohnheiten kennt, der mich als Person kennt, denn ich als Person kaufe für Personen ein, die widerum ich kenne. 

Dies gilt auch für online-vorschauen der Verlage, ich brauche Papier, ich muss mir die Cover ansehen, den Text lesen und dies bitte auf Papier, ich kann es nicht online. Das gedruckte wird es immer weiterhin geben, der Mensch braucht das haptische, das was er in der Hand haben kann, denn nur das ist Besitz, Reichtum im geistigen Sinne. Alles was uns da in der virtuellen Welt gezeigt wird, wird erst Realität, wenn wir es anfassen können.Schmecken, riechen, fühlen können.

Ich sehe täglich den DHL-Fahrer vor der Türe: er bringt täglich Pakete, die online bestellt werden und täglich sehe ich ihn, wie er die gleichen Pakete wieder in Empfang nimmt, als Retoure.

Das alles kostet Geld, Nerven der DHL Fahrer, weil keiner zuhause ist, es kostet Benzin, es kostet mehr Zeit als notwendig und es schadet dem Einzelhandel.  je mehr online Handel durchgeführt wird, desto mehr werden die Innestädte veröden, ein lebendiges Viertel hat dann nur noch Ketten von Coffee Shops und überflüssigen Läden mit Gedöns aus Geschenkekram, den keiner mehr braucht.

Wollen Sie das? Mal abgesehen davon, daß dadurch unendlich viel Arbeitsplätze verloren gehen und sehr viele Leute auf der Strasse stehen. 

Buy local - ich finde jetzt leider keinen deutschen Begriff dafür: Aber kauft beim Händler um die Ecke, egal was es ist. Meidet Ketten, sofern es geht. Und unterstützt den Einzelhandel. Ob Glühbirne - es gibt sie noch die alte wunderbare -  das Gemüse, den Salat , das Buch, die Textilie - und in diesem Zusammenhang: 

Rettet Tamaras Jeans Shop in der Müllerstrasse 1 in München, der Laden muss dort bleiben.

Macht es gut, dies wars für heute, Eure Philine  

 

27.6.13 00:00

Letzte Einträge: Blogbeginn, Lehrer aus der Deutschen Schule Lissabon, Überraschungstüten für Flutopfer-Kollegen, Überraschungstüte 2

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